Competitive Intelligence oder auch Konkurrenzanalyse ...

ist die legale Sammlung von relevanten Informationen zu anderen Unternehmen, welche sich am gleichen Markt bewegen. Es gilt, sich dem Wettbewerb anzupassen bzw. sich einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil zu verschaffen. Je mehr Informationen zum Markt und den Konkurrenten zur Verfügung stehen, desto effizienter ist es den Entscheidern im Unternehmen möglich,  auf eventuelle Veränderungen zu reagieren. Die Versorgung der Entscheider mit Informationen, gewonnen aus (auch online) Ermittlungen innerhalb rechtlicher Vorgaben, hat direkten Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Competitive Intelligence Abteilungen sind in großen Unternehmen Usus.

70 - 90% der Aufklärung insgesamt erfolgt durch Auswertung öffentlicher Quellen und stehen deFacto jedem Unternehmen offen. Aber auch Aufklärung im Nahbereich eines anderen Unternehmens ist nicht zwangsläufig rechtswidrig. So entschied beispielsweise der Bundesgerichtshof (BGH) zu einem Fall von Konkurrenzanalyse / Konkurrenzspionage (Az. I ZR 56/07).

Ausbildung Detektei - Studium Detektiv

So vielseitig das Berufsbild vom Detektiv / Ermittler ist, so vielseitig ist auch die Ausbildung. Die Möglichkeiten reichen von aus unserer Sicht unzureichenden  Kurzlehrgängen, wie ihn auch die dem Bundesverband Deutscher Detektive (BDD) nahestehende Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe (ZAD) anbietet, bis hin zu Studiengängen, insbesondere der von der Deutschen Gesellschaft für Kriminalistik (DGfK) forcierte Master of Arts Criminal Investigation. Die Tätigkeit ist anspruchsvoll, angefangen von der wechselnden Arbeitszeit bis hin zu taktisch-operativen Maßnahmen zur gerichtsverwertbaren Überführung eines Täters. Fundierte Kenntnisse in den entsprechenden Rechtsgebieten sind für den Erfolg von herausragender Bedeutung. Ebenso Kenntnisse in Kriminalprävention, Kriminaltechnik, Kriminaltaktik und auch spezieller Kriminlistik. Weiter von Bedeutung sind für kommerzielle Ermittler Fertigkeiten in der nachrichtendienstlichen Aufklärung und Informationsbeschaffung. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die konzerneigenen Ermittler bzw. die Ermittler in großen Kanzleien und Unternehmensberatungen mindestens über eine Ausbildung auf Bachelor-Ebene verfügen und eine Bewerbung mit Zertifikaten über diverse Kurzlehrgänge kaum von Erfolg geprägt sind. Doch werfen wir zunächst einen Blick auf die unterschiedlichen Berufsbezeichnungen. Wer oder was zählt eigentlich zu den Detektiven? Die bekanntesten Bezeichnungen dürften sein
  • der Ermittler,
  • der Wirtschaftsdetektiv,
  • der Privatdetektiv,
  • der Versicherungsdetektiv,
  • der Kaufhausdetektiv,
  • der Warenhausdetektiv,

wobei die letzten beiden Bezeichnungen nicht zu den Detektiven zählen, sondern dem Bewachungsgewerbe zugeordnet sind. Folgerichtig ist zur Ausübung dieser Tätigkeiten, bezogen auf Fremddienstleister, die 40stündige Unterweisung nach §34a GewO als Mindestqualifikation vorgeschrieben. Diese wollen wir hier jedoch ausklammern.

Weitere, von den Konzernermittlern bevorzugte, aber kaum mit Detektiven in Verbindung gebrachte Bezeichnungen sind

  • Fraud-Examiner (Certified Fraud Examiner CFE),
  • Fraud Investigator,
  • Senior Investigator,
  • Risk Investigator,
  • Forensic Accountant,
  • Forensic Investigator,
  • IT-Forensiker,
  • Anti-Fraud Manager,
im weiteren Sinne auch Revisoren und Analysten und noch einige weitere. Natürlich arbeiten die genannten Professionals mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Ansätzen; die Einen sind überwiegend technisch orientiert, die Anderen arbeiten mit Human Ressources und wieder andere arbeiten anlassbezogen oder anlassunbezogen. Doch im Grunde gehören alle im weiteren Sinne zu den privaten kriminalistischen Untersuchungsorganen.

Detektiv ist keine geschützte Berufsbezeichnung. Damit ergeben sich als Zugangsbeschränkung lediglich die in der Gewerbeordnung gemäß §38 GewO zum "überwachungbedürftigen Gewerbe" geforderten Nachweise. Faktisch kann fast jeder Detektiv werden bzw. sich so nennen. Detektivausbildungen werden von diversen privaten Anbietern angeboten. Vom Wochenendlehrgang über mehrmonatigem Vollzeitlehrgang bis hin zum Ferstudium wird alles angeboten. Die brancheninterne und oft propagierte  Ausbildung zum Detektiv der Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe ZAD ist bedauerlicherweise überwiegend theoretischer Natur und aus unserer Sicht daher ebenfalls ungenügend. Eine vorherige Berufsausbildung in einem anderen Beruf wird zwar vorausgesetzt, doch nicht einschlägig.

Das Bild bzw. das Berufsbild des privaten Ermittlers hat sich gewandelt. Weg vom "Schnüffler", weg von Ermittlungen in Ehestreitigkeiten, hin zum Berater in Sicherheitsfragen und bei kriminalistisch relevanten Sachverhalten. Auch wenn es keine anerkannte Ausbildung als Detektiv oder Ermittler gibt, ein Aspirant ohne einschlägige Ausbildung in einem dem Beruf dienlichen Bereich, privat oder behördlich, wird es schwer haben Fuß zu fassen. Im Gespräch mit den Sicherheitsbeauftragten der Unternehmen oder Konzerne offenbaren sich die Wissens- und Erfahrungsdefizite schnell.

Nach unserer Meinung ist es mangels anerkannter Berufsausbildung im Detekteiengewerbe am sinnvollsten eine anerkannte Ausbildung im Sicherheitsgewerbe oder eine Behördenausbildung anzustreben. Alleine schon wegen dem sich dadurch ergebenden breiteren Angebotsspektrum an Dienstleistungen  und  der offenstehenden Weiterbildungsmöglichkeiten erscheint dies als der vorteilhafteste Weg. Im Hinblick auf die zukünftig angestrebte Tätigkeit als Detektiv sollte darauf geachtet werden, die Lehre in einer Abteilung Konzernsicherheit mit eigenen Ermittlern abzuschließen. Praktikumsplätze werden des öfteren von großen Konzernen angeboten. Sollte dies nicht möglich sein, kann als basiswissenbildende Maßnahme die Ausbildung der ZAD immer noch nachgeholt oder sogar berufsbegleitend absolviert werden. Alternativ wäre eine Lehre in einem Sicherheitsunternehmen, welches gleichzeitig die Leistungen einer Detektei anbietet, anstrebenswert. Sollte dies nicht möglich sein, bietet sich die qualitativ hochwertige Ausbildung in Österreich an. Nach einer dt. Ausbildung im Sicherheitsgewerbe kann diese in Abendveranstaltungen besucht oder parallel in eLearning absolviert werden. Diese lässt sich in Modulen absolvieren, sodaß der Interessierte einzelne Bereiche auswählen kann. Z. B. ist das Modul Rechtskunde nicht zwingend. Zum Einen gelten in Deutschland oft andere Rechte, zum Anderen wird die Rechtskunde in den Berufen "Servicekraft für Schutz und Sicherheit" bzw. "Fachkraft für Schutz und Sicherheit" ohnehin gelehrt. Der Bestand an selbständigen Vollzeitdetektiven in Deutschland bewegt sich im unteren vierstelligen Bereich. Da es zusätzlich viele ehemalige Behördenmitarbeiter gibt, die sich in dem Gewerbe sesshaft machen, ist es ohne Glück und Eigeninitiative kaum möglich, sich zu etablieren.

  • Dem Autor dieser Zeilen völlig unverständlich ist, wie, häufig mit Unterstützung / Förderung der Arbeitsämter, tausende von Euros für irgendwelche Zertifikate ausgegeben werden, welche für den Bildungsweg (staatlich anerkannte Berufe nach BBiG, Studiengänge) völlig wertlos sind und dem Absolventen kaum mehr bringen als eine gehörige Portion Selbstüberschätzung; von einer Anstellung als Professional im Berufsbild Detektiv / privater Ermittler in großen Konzernsicherheiten ganz zu schweigen

Wir raten ausnahmslos zu Ausbildungen im Rahmen des Berufsbildungsgesetzes, des Hochschulrahmengesetzes oder andere, den Bildungsweg fördernde Fort- oder Weiterbildungen. Weiter bieten sich Veranstaltungen an Universitäten mit juristischen Fakultäten an. Viele bieten die Möglichkeit, sich als Gasthörer bei Lesungen zur Kriminalistik einzuschreiben. Alle anderen "Zertifikate" irgendwelcher Schulen, Akademien oder sonstigen Ausbildungsstätten sollten ausschließlich der Zusatzqualifikation dienen!

Bei Interesse nennen wir gerne renommierte Institute (auch Hochschulen / Universitäten), welche wir zur Fortbildung nutzen. Häufig sind diese noch günstiger als vorgenannte Ausbildungsstätten. Senden Sie uns dafür kurz eine Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! . Bitte haben Sie Verständnis, daß wir hier keine weiteren Angaben dazu machen.

Observation / Verdeckte Videoüberwachung

Die Observation, oft kombiniert mit einer Videoüberwachung dient der Gewinnung von Erkenntnissen über den Lebenswandel bzw. des Bewegungsmusters einer Person und deren Kontakte. Observationen werden aber auch zur Erkenntnisgewinnung über einen bestimmten Bereich durchgeführt --> Wer betritt wann eine bestimmtes Objekt bzw. welche Personengruppen bewegen sich in einem definierten Bereich und zur Gefahrenabwehr.  Weitere Maßnahmen könnten sein die Alarmierung von Interventionskräften oder die Planung und Implementierung einer Videoüberwachungsanlage o. ä.

Wir führen mobile Observationen mit Leihwägen und mobilen Equipment durch. Wir vermeiden dadurch ein Worstcase-Szenario, in dem fiktiv die Observation von der Zielperson erkannt wird und die ZP über mögliche Kontakte zu Behörden verfügt. Mit einer Halterauskunft kann die Fahrzeugzugehörigkeit ermittelt werden und somit die Observation kompromittieren. Eine noch höhere Konspirativität wird im Einzelfall über die Anmietung der Fahrzeuge durch ein befreundetes Unternehmen erreicht. Eine weiterer Vorteil liegt in der Flexibiltät hinsichtlich der Fahrzeugtypen. Fahrzeuge können bedarfsgerecht angemietet und auch während der Observation gewechselt werden.

Mindestens ein Fahrzeug sollte dabei mit zwei Einsatzkräften besetzt sein, um bei Bedarf einen Füssler (Observant zu Fuß) absetzen zu können. Nicht selten fährt die Zielperson in eine Sackgasse oder parkt überraschend ein, während man selbst auf den Strassenbahngleisen steht.

Entsprechend mit Einsatz- und Führungsmittel ausgestattet ist es einem Observationsteam so möglich, einen umfassenden Überblick über die Lebensgewohnheiten einer Zielperson zu erlangen. Die Observation ohne technische Hilfsmittel erlangt mit zunehmenden Datenschutz stärkere Bedeutung. Ohnehin ist der Einsatz von GPS bei einer Observation nur bedingt möglich und an rechtliche Voraussetzungen geknüpft. Immer wieder werden Fälle bekannt, so auch wieder in einem Beschluss des Landgerichts Lüneburg (26 Qs 45/11) vom 28. März 2011, in denen durch eine nicht oder fehlerhaft durchgeführte Interessensabwägung Rechtsnachteile für die Klientschaft der die Observation durchführenden Detektei entstanden. Die Nachwirkungen einer so mißglückten Observation können verheerend sein.

Für einen erfolgreichen Abschluss schwieriger Observationen sind dann wieder professionelle Kräfte ausschlaggebend.