Geheimnisverrat / unauthorisierter Informationsabfluss

Nicht jeder unauthorisierter Informationsabfluss ist ein Spionagefall.
  • Weitverbreitet ist im Falle eines Unternehmenswechsels die Mitnahme von (Kunden-/Lieferanten- usw.) Daten in das neue Unternehmen. Vielfach versprechen sich die Mitarbeiter dadurch Vorteile beim neuen Arbeitgeber.
  • Häufig gesehen ist auch der Informationsabfluss bei Geschäftstelefonaten im öffentlichen Raum. Kaum einem Mitarbeiter ist bewusst, dass er mit seiner Wichtigtuerei damit Informationen an Unbefugte weitergibt.
  • Ebenso stellen die getragenen Dienstausweise in der Öffentlichkeit bereits eine Art der Kommunikation mit einem Interessierten dar. 
Insgesamt gilt: Prävention vor Repression. Die Maßnahmen stehen im Einklang mit den Spionageabwehrmaßnahmen. Eine Schulung und damit einhergehnde Sensibilisierung für solche Sachverhalte sind ein probates Präventionsmittel. Aber auch technische Mittel oder schlicht die Einschränkung von Zugangsmöglichkeiten zu sensiblen Unternehmensdaten sind kostengünstig, in der Regel leicht umzusetzen und wirksam. Obligatorisch sollte bei der Besetzung von strategisch wichtigen Unternehmenspositionen die Bewerberprüfung im Hinblick auf dessen Integrität sein.

Letztlich entscheiden nicht einzelne Maßnahmen über die Wirksamkeit eines Fraud-Prevention and Detection Systems, sondern das Zusammenwirken aller Maßnahmen.